Freitag, 24. August 2007

Mayflower

Ich sollte ein bisschen aufräumen, bekomme nachher Besuch. Irgendwie bin ich noch nicht so richtig eingerichtet in meinem neuen Zimmer, aber wahrscheinlich dauert es ein bisschen.

Ich wohne im 2.Stock eines riesigen Gebäudes mit etwa 1000 Studenten; es heisst Mayflower. Mein Zimmer teile ich mit Joo Yuen, einer koreanischen Austauschstudentin. Wir haben Hochbetten und einen leicht abgetrennten Raum mit 2 Tischen zum Arbeiten. Also ich muss sagen, das Zimmer ist grösser, als ich erwartet habe. Allerdings haben wir weniger Platz, als wir gedacht haben... D.h. ich habe nicht viel von der Schweiz mitgenommen, während meine roommate unglaublich viel und alles mögliche mitgebracht und geschickt hat. Für mich es super, dass ich so viel zu Verfügung habe, v.a. Küchenartikel. Wir teilen uns eine kleine Küche und das Bad mit einem anderen Zimmer.

Ich fühle mich ein bisschen wie in den Ferien, kann mir gar nicht vorstellen, dass am Montag der Unterricht beginnt. Wir konnten uns diese Woche nun endlich für die Kurse registrieren, d.h. für uns war natürlich nur noch das möglich, was noch offen war. First come, first serve... Ich konnte mir aber gestern Nacht noch einen Platz in einem Kurs ergattern, den ich mir gewünscht hatte! Der Kurs war eben geschlossen, als ich mich anmeldete. Ich checkte dann immer wieder im Internet, ob sich vielleicht jemand noch anders entscheiden würde. Jaja, so läuft das...

Nun bin ich schon 2 Wochen hier, bis jetzt gefällts mir. Aber ein Jahr?!? Das ist ziemlich lange...

Dienstag, 21. August 2007

Erste Bilder


Meine neuen Freunde Wooyoung (Korea), Sachiyo (Japan), Verena (Oesterreich), Lisa (Korea)

Tolles Picknick im City Park für alle Exchange Studenten

mmh... Wassermelone!

feine Tacos

me in downtown

Samstag, 18. August 2007

Impressionen

Es ist Sommer. Ich trage lange Hosen, warmer Pulli, Schal. Heute auch Turnschuhe, weil ich das letzte Mal fror, als ich nur Hausschuhe hatte.

Es ist drueckend heiss. Sobald man einen Fuss an die "frische" Luft setzt, trifft einen der Schlag. Es ist ueber 30 Grad Celsius.

Verstehe einer die Amerikaner. Die Klimaanlagen laufen auf Hochtouren, mein Kreislauf auch. Es ist so furchtbar stickig, feucht, heiss draussen. Aber in allen Gebaeuden pfeift mir die kalte Luft um die Ohren. Ich schaetze etwa 18 Grad oder kuehler. Gestern waehrend meiner muendlichen Englischpruefung beklagte ich mich darueber. Der Examinator lachte und meinte, dafuer sei es im Winter genau umgekehrt. Draussen eiskalt (im Schnitt -10 Grad Celsius) - drinnen unglaublich heiss. Das ist doch verrueckt, oder??

Unsere Tage sind furchtbar voll. Orientierungswoche. Sie erzaehlen von Immigration, Health Insurance, Academic Experience und Culture Shock. Waehrend mir eine Freundin zufluestert, ich haette blaue Lippen. Dazwischen wird uns Lunch und Diner gesponsert, von der Hills Bank oder der US Bank oder der Credit Union oder sonst einer Organisation. Meistens Sandwich oder Pizza oder Chips oder alles. Einmal war es richtig genial: Es gab Salat und Fruechte!! Und wir bekamen richtige Teller und Besteck und ein Glas aus Glas! Die Teller sind sonst aus Karton, das Besteck aus Plastik und die Becher aus Schaumstoff oder Plastik.

Ich wohne zur Zeit in einem relativ guten Hotel. Iowa House Hotel. Wir Studenten koennen erst am Montag in unsere Residence Hall einziehen. Ich muss aber nur $30 zahlen - fuer Normalsterbliche kostet mein Zimmer $110! Es ist ein Doppelzimmer (2 Naechte lang hatte ich eine roommate), die Betten sind beide 1.40m breit. Grosser TV, Kuehlschrank, Microwelle, Kaffeemaschine. Air conditioner. Bad mit grosser Dusche. Jeden Tag Houseservice. Im dritten und vierten Stock haben sie sogar Internet (statt Kuehlschrank und Microwave). Leider wusste ich das nicht, als ich mein Zimmer im 2. Stock bezog. Nun ja, ihr koennt es euch etwa vorstellen. Genau, Tisch und Buerosessel und Stuhl gibts auch noch.
Vielleicht bin ich verwoehnt, aber bei dieser Ausstattung wuerde ich in Europa ein Riesenzmorgebuffet erwarten. Vielleicht einen Kellner mit Fliege: Tee oder Kaffee? Nun gut, immerhin gibt es Fruehstueck hier. Wenn auch in einem kleinen Raum mit etwa 7 kleinen Tischchen. Ein Toaster steht bereit, wo man den weichen Toast oder Bagel (sone Art Donut, nicht suess) toasten kann. Suess ist der Muffin. Orangensaft oder Kaffee oder heisses Wasser aus dem Automaten. Cornflakes entweder mit blauer oder rosaroter Milch. Blau= wenig Fett, rosa= kein Fett. Ich haette lieber normale Milch und dafuer eine Frucht... Einmal gab es Orangen und einmal Aepfel (und 5x nix). Also eigentlich ist es toll, sein Muesli aus einer Schaumstoffschale zu loeffeln, mit einem Plastikloeffel selbstverstaendlich, seinen auf Kartonteller liegenden Toast mit einem Plastikmesser voll Butter zu bestreichen, seinen Tee und Orangensaft aus einem Schaumstoffbecher zu trinken, und am Schluss alles in den Abfalleimer schmeissen zu koennen... (toent es genug sarkastisch?) Mir tut es jedes Mal weh, diesen vollen Abfalleimer zu sehen.

Leute? Die sind toll. Du laeufst irgendwo herum oder hin oder her und irgendjemand sagt Hi. Vielleicht sogar noch How are you. Und manchmal beginnen sie einfach zu plaudern. Freundlich, offen, manchmal fast gefuerchig froehlich und interessiert. Aber wirklich, es ist locker, man hat Zeit, man laechelt, man begruesst sich.
Bis jetzt bin ich allerdings schoen warm eingepackt in einem Rudel von internationalen Studenten (ca. 200), allen geht es gleich, alle sind neu, alle gespannt auf Neues. Es ist unglaublich, was man sich so alles merken sollte. Jeden Tag wieder etwa 10 neue Gesichter. Das ginge ja noch, wenn da nicht noch der dazugehoerige Name, das Land und das Studienfach waere... Aber jetzt, so langsam, 1 Woche, habe ich so meine Freunde. Aus Japan, China, Oesterreich, Korea, Deutschland, Holland, wahrscheinlich noch mehr...
Gestern hatten wir ein Picnic fuer Exchange Students (das sind weniger; viele internationale bleiben fuer 3-5 Jahre, wir exchangler ein halbes oder wie ich ein ganzes Jahr). Wir waren im City Park, assen Tortillas und Sweet Corn (Mais) - viel besser als die europaeischen! Iowa ist beruehmt fuer Mais. Nach dem Picnic spazierten wir zurueck downtown, wo eine Salsaband spielte und wir ein bisschen Nightlife and Music geniessen konnten:-)

Downtown ist gleich Campus. Campus ist gleich die verschiedenen Universitaetsgebaeude. Es ist wie eine kleine Stadt, alles gehoert zur Uni, Restaurants, Bars, Bookstores, ... Eigentlich eine kleine Stadt (eben Campus oder hier auch downtown genannt) innerhalb einer Stadt, Iowa City. Es ist eher laendlich, fuer viele Big-City-Asiaten oder Pariser auf den ersten Blick langweilig. Fuer mich nicht. Kommt mir ein bisschen vor wie Fribourg, kleine, uebersichtliche Stadt, wahrscheinlich viele Studenten (sind die meisten noch nicht hier).
Sonst ist aber vieles big. Riesen Shopping Centers. Breite Strassen. Das meiste einstoeckig. Bei uns sind die Einkaufszentren doch eher mehrstoeckig, meistens mit Parkhaus. Hier never ever. Alle parken draussen. Hat ja genuegend Platz.

Inzwischen sind meine Finger eiskalt. Ich weiss schon, warum ich mich fuer den Computerraum so dick eingepackt habe...

Samstag, 11. August 2007

Welcome in Iowa!

Mein erster Tag ist nun vorueber - Sage fast, ich freu mich drueber - Schoene Plaetze, viele nette und gespraechige Leute - geschwitzt und gefroren habe ich auch schon heute - Es ist nicht einfach, doch koennte schwieriger sein - manchmal fuehle ich mich noch etwas allein - Aber ich weiss, es wird weiter gehen - und bis wir uns dann wiedersehen - wuensche ich euch erlebnisreiche Stunden - und mir "ich hab es toll gefunden"! :-)

Donnerstag, 9. August 2007

BYEBYE

In 12 Stunden fliege ich! Bald bald weg... TschüüüüüssLi

Dienstag, 7. August 2007

Switzerland

Abends, im Wind, das Rauschen der Wellen, der Duft des Wassers, am schier unendlichen Horizont die letzten Strahlen der untergehenden Sonne...

So schön kann der Bodensee sein! :-)

Countdown läuft...

Noch in der Schweiz, physisch. Psychisch irgendwo mittendrin, zwischen Stuhl und Bank, zwischen Schweiz und USA, zwischen Nervosität und Vorfreude.