Freitag, 29. Februar 2008

English language

Hier was Unübersetzbares, aber ziemlich Verständliches zum Schmunzeln:

There is no egg in eggplant nor ham in hamburger; neither apple nor pine in pineapple. English muffins weren't invented in England or French fries in France. Sweetmeats are candies while sweetbreads, which aren't sweet, are meat.
Quicksand can work slowly, boxing rings are square and a guinea pig is neither from Guinea nor is it a pig. And why is it that writers write but fingers don't fing, grocers don't groce and hammers don't ham? If the plural of tooth is teeth, why isn't the plural of booth, beeth? One goose, 2 geese. So one moose, 2 meese? One index, 2 indices? You can make amends but not one amend. If you have a bunch of odds and ends and get rid of all but one of them, what do you call it? If teachers taught, why didn't preachers praught? If a vegetarian eats vegetables, what does a humanitarian eat?
In what language do people recite a play and play at a recital, ship by truck and send cargo by ship? Have noses that run and feet that smell? You park in the driveway and drive on the parkway? How can a slim chance and a fat chance be the same, while a wise man and a wise guy are opposites? Your house can burn up as it burns down, in which you fill in a form by filling it out and in which, an alarm goes off by going on.

English was invented by people and reflects the creativity of the human race, which, of course, is not a race at all. That is why, when the stars are out, they are visible, but when the lights are out, they are invisible.

And, why doesn't Buick rhyme with quick?

Einiges ist für uns Deutschsprachige ja noch verständlich, ja sogar direkt übersetzbar, oder für Linguisten/Philologen erklärbar - aber stellt euch mal einen Koreaner oder eine Russin vor...

Montag, 25. Februar 2008

tolles Wochenende

Letztes Wochenende war endlich einmal schönes Wetter, und richtig warm! Es hatte etwa 0°C!! Am Samstag genossen wir einen tollen Tag auf der Piste - organisiert für exchange students und deren "Global/American Buddies". Es gibt doch tatsächlich ein Skigebiet in Iowa, etwa 90min von hier entfernt. Für einen Tag war es ganz okay und für die vielen Anfänger viel zu gross ;-). Obwohl ich mir zuerst nicht sicher war, bin ich doch froh, dass ich mitgegangen bin! Es hat echt Spass gemacht, wieder einmal auf dem Board zu stehen. Ausserdem perfekte Verhältnisse...


wunderschön sonniges Wochenende in Iowa City - der Iowa River ist mehrheitlich gefroren

Skiing in Iowa - Sachiyo und Akiko freuen sich!

Na ja, die Sessellifte sind von vorgestern, das Snowboard hängt einfach so in der Luft, aber besser als Laufen allemal

Die Sicht vom Sundown Mountain - mountain hier eher Hügel als Berg... aber so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte, war es gar nicht

Meine amerikanische Freundin Ashley und ich waren die einzigen "Könner" unter den Snowboardern - wir hatten Spass!

herrlicher Sonnenuntergang bei der Heimfahrt - so schön ist IOWA!









Am Sonntag war Cultural Diversity Festival - verschiedene Länder boten Essen oder Erzeugnisse aus dem jeweiligen Land an, zum Teil gab es auch Vorführungen wie philippinische Tänze oder japanische Kampfkunst. Es war spannend und das Essen sehr fein! Ein Freund von mir ist in der thailändischen Organisation und da haben wir natürlich auch speziellen Thai-Tee probiert. Interessant waren auch die Flaggen - überall hing ein Zettel dran, wie viele Studenten von diesem Land zur Zeit an der University of Iowa studieren...


Viele Leute und Nationen am Cultural Diversity Festival

Joo Yuen: 1/287 der Studenten aus Südkorea...

HA!
Switzerland: 1!
100% anwesend! :-D
von den verschiedenen Ständen entschieden wir uns für koreanisches Essen - okay, langweilig, kenn ich nun schon ziemlich gut, aber eben, es ist einfach immer noch soooo fein!!



Leider ist das Wochenende nun vorbei und ich sollte für mein Midterm Exam am Mittwoch lernen. Ich bin nicht mehr so motiviert wie am Anfang... nicht zuletzt wegen dem Wetter: Heute hat es den ganzen Tag geregnet. Knöcheltiefes Wasser z.t., wegen schlechtem Ablaufsystem. Nun ja, mein Trost war, dass so der Schnee schneller schmelzen würde...
und wer hätte das gedacht?! Nach meiner Vorlesung kam ich um 19Uhr raus und rein ins schönste Weihnachtswetter. Innerhalb 2h hat es 5cm geschneit!! Inzwischen wird es mehr sein... So gern ich Schnee mag, ich hab langsam die Nase voll!! Ich habe mich schon lange nicht mehr so sehr nach etwas Grün und Sonne und Blumen gesehnt...

Ich hoffe einfach nur, dass bald Frühling wird und dass es nicht im Mai/Juni in Europa schneien wird, wenn ich zurück komme...

Dienstag, 19. Februar 2008

Daily Iowan

Daily Iowan ist, wie der Name schon sagt, eine Zeitung der University of Iowa, die täglich gratis erscheint. Sie liegt jeden Tag vor unserer Zimmertüre. Manchmal sind zwei Exemplare da, manchmal gar keines. Einige Studenten haben ein Schild an der Türe: No DI. Wir brauchten eine Weile, bis wir DI als Daily Iowan entschlüsseln konnten. Joo Yuen und ich wollen aber kein solches Schild. Nicht, weil wir sie mit Eifer lesen würden. Hm, okay, ab und zu blättere ich sie durch oder lese die Comics oder so. Bei den Crossword (Kreuzworträtsel) habe ich keine Chance. Am wichtigsten ist aber die kleine Ecke unten links auf dem Deckblatt.

Heute stand da:

Mostly sunny, 20% chance of snow (don’t ask). Our old pal Wind is just going to Chill. High 12 (-11°C), low –4 (-20°C)

Also meist sonnig, 20% Chance auf Schnee (fragt nicht). Unser alter Freund Wind macht (??) einfach nur kalt. Wenn ihr nicht brav seid, wird es kalt, und sonst auch. Naja, am Morgen war es dann so kalt, dass man an nichts anderes mehr dachte. Am Nachmittag war es dann im Vergleich schon fast warm (ca. -10°C). Geschneit hat es nicht, die Statistik gewinnt also wieder einmal; es war sonnig den ganzen Tag. Der Wind war aber nicht so chilly heute, weil nicht stark. Gestern hat es mich fast von der Brücke geblasen und nach 5 Minuten schmerzten Lungen und Gesicht. Es aber nicht jedes Jahr so.

With one of the worst winters in the record books, the UI and Iowa City are in the midst of a salt crisis.

Das war auch heute im Daily Iowan. Aber auf der zweiten Seite. Einer der schlimmsten Winter, aha. Und dann erfuhr ich auch noch, dass die Uni Iowa von 600 Tonnen Salz nur noch 30 übrig hat. Ehrlich gesagt finde ich, dass sie es ein bisschen gar zu grosszügig ausgegeben haben bis jetzt...

Auch auf Seite zwei, unten, der Police Blotter. Name, Adresse, Alter und Delikt. Paula und Owi sind wohl die häufigsten... PAULA = Posession of Alcohol Under Legal Age (unter 21jährige, die trinken), OWI = Operating While Intoxicated (bei uns FIAT=Fahren in angetrunkenem Zustand), oder auch Public Intoxication = in den USA ist es verboten, in öffentlichen Plätzen Alkohol zu trinken oder betrunken zu sein.
Jedenfalls ist die Liste im Moment massiv kürzer als sie im Sommer jeweils war...

Und zum Schluss noch dies:

Normal highs for mid-February are in the 30s (36-38 for Iowa City), with lows in the teens.

Ja, ich hätte langsam gerne wenigstens 0-5°C... Mal schauen, wie viele Daily Iowans ich noch abwarten muss!

Donnerstag, 14. Februar 2008

Schnee und Eis und Spass

Happy Valentinstag!!

Die Rezeption unseres Wohnheims war heute voll mit Blumen, die auf Empfänger warteten...

Soll ich nun aufstehen und die Heizung ausschalten gehen?! Vor einer halben Stunde war es so kalt im Zimmer, dass ich ein bisschen Wärme wollte... Aber das ist halt das amerikanische Prinzip: Wenns draussen kalt ist, muss es drinnen heiss sein. (Im Sommer war es ja wie beschrieben umgekehrt) ...
Oh, aber heute Morgen war schon fast Frühling, schien richtig warm im Vergleich zu den letzten Tagen! Null Grad!! Der viele Schnee denkt schon bald ans Schmelzen... Wahrscheinlich bleibt es aber noch einige Wochen so - kalt und furchtbar eisiger Wind! Sonst geniesse ich den Schnee, der mich an meine Kindheit erinnert. Vor einer Woche hat es während einer Nacht & einem Morgen etwa 25cm geschneit und Iowa City stürzte in ein Riesenchaos...
1. Anscheinend war es in den letzten paar Jahren nie so kalt wie dieses Jahr.
2. Anscheinend gab es in den letzten paar Jahren nie so viel Schnee wie dieses Jahr.
3. Anscheinend haben die Amerikaner keine Winterpneus.
Konsequenz: Die Uni beschliesst, alle Kurse für den Tag abzusagen. Toll, dass ihnen das um 9.30 Uhr einfällt, als die meisten schon auf dem Campus oder im Schnee stecken geblieben sind...
Ich war zu Fuss unterwegs - leider leider ohne Kamera - und genoss es.

Hier mal wieder ein paar Bilder:

Letztes Gruppenbild: Wir feierten am Freitag vor Weihnachten eine grosse Abschiedsparty, da viele Freunde schon zurück in die Heimat flogen. Einige sind aber zum Glück noch geblieben :-)

Man könnte meinen, ich sei zwischendurch mal in der Schweiz gewesen... Da gibt es doch ein "Swiss Historical Village" in Wisconsin: New Glarus! Ich habe dort meine Verwandten (ca. 4.Grades) besucht und nur gestaunt. Neben Grüeziflagge gab es einen "Blumenladen", ein "Feuerwehrhaus", eine "Glarner Stube" (mit feiner Rösti und Rotkraut und Gschnetzeltes, und Wiener Schnitzel...), oder dann auch ...
... ein schönes Schweizer Chalet! Überhaupt sieht das Dorf ein bisschen aus wie ich mir die Schweiz vor 100 Jahren vorstelle (halt wie die aus-/eingewanderten Glarner die Schweiz kannten) ;-) Es erinnerte mich auch an Zermatt. Lustig, überall an die Schweiz erinnert zu werden!
Die Landschaft unterscheidet sich von Iowa (Nachbarstaat): Während es hier einfach nur flach ist, ist es dort (zumindest was ich von Südwisconsin sah) viel hügeliger und bewaldet - wohl ein Grund für die Einwanderer, sich da nieder zu lassen, wo es doch ein bisschen schweizerisch aussah.
Ich hatte auch ein sehr komisches Erlebnis: Wir trafen eine Bekannte meiner Verwandten, die auf einmal anfing, Schwizertütsch zu sprechen! Sonst habe ich hier ja noch nie Schweizer getroffen. Ich hatte echt Mühe!! Sie (Glarner Dialekt) stockte aber auch ein bisschen, war wohl für uns beide lustig! Mir fielen so viele Wörter und Ausdrücke nicht gleich ein, weil ich erstens so im English bin und zweitens total nicht drauf vorbereitet war!!

wunderschöner Sonnenuntergang in Wisconsin
eine "typische" Farm, hier in Wisconsin, sieht aber in Iowa auch so aus. Meilenweit herum "nichts".

Ein paar ganz liebe Freunde hatten mir zu Weihnachten ein Fondue geschickt!! Joo Yuen, die 2 Jahre in Genf gelebt hat, und ich genossen es total!! DANKE :-)

Es war so gut, dass ich beschlossen habe, sobald ich zurück in der Schweiz bin, ein Fondue zu essen! Auch wenn es Hochsommer ist...

im Sommer ist das ein Fluss... d.h. der Iowa River fliesst auch jetzt noch, aber ist zum grossen Teil gefroren - der Schnee darauf vom Wind weg geblasen.

Game-night mit den Friends of International Students

feines Dinner in einem indischen Restaurant mit meiner Freundin Manasi (aus Indien) und ihren amerikanischen Freunden






Ich habe die Heizung nun ausgeschaltet. Vielleicht muss ich sie dann in einer Stunde wieder einschalten... Es gibt zwar die Regulierung "low-medium-high", aber es wird nicht unbedingt wärmer, der Apparat (im Sommer als Klimaanlage zu verwenden) bläst 1. einfach stärker, 2. wird es noch trockener und 3. kann ich das Volumen bei meinem Laptop nur zu einem gewissen Grad steigern... (=entweder Musik oder Heizung)

Genug davon. Ich bin wieder voll im neuen Semester drin und habe mit meinen 5 Kursen (letztes Semester 4) viel zu tun. Gleichzeitig geniesse ich meine letzten 4 Monate aber noch in vollen Zügen! Plötzlich wird einem bewusst, was man alles bald verlassen muss...

Montag, 4. Februar 2008

2.Semester an der University of Iowa

Nach den fantastischen Ferien im Südwesten habe ich noch einige Tage bei Verwandten (Cousins ca. 4.Grades) in Wisconsin - Iowas nordöstlicher Nachbarstaat - verbracht. Ein plötzlicher Kälteeinbruch bewirkte, dass ich innerhalb von ca. 2 Tagen 40-50 Grad Unterschied hatte! Statt Sommer war es minus 20 und kälter und der Wind blies schrecklich. Ich erholte mich aber trotzdem gut (zwischen Haus und Auto).

Die dritte Woche meines 2.Semesters ist nun angebrochen und ich bin ziemlich motiviert. Es ist komisch, plötzlich wird mir bewusst, dass es schon "bald" zurück in die Schweiz geht. Ich habe schon mehr als die Hälfte hinter mir!

Ich bringe auch bald wieder Bilder. Es war einfach unmöglich, 100 Fotos so wie sonst in den Blog einzufügen - bzw. ich habe so schon Stunden damit verbracht, meine mehr als 1000 Bilder zu sortieren und ein paar auszuwählen... :-)

Sonntag, 3. Februar 2008

Road Trip durch USAs Südwesten

Nun sind schon wieder 2 Wochen des Semesters vorbei und es wird höchste Zeit, dass ich mal etwas von meiner tollen Reise erzähle!

Wer lieber direkt Fotos anschaut, scrollt einfach nach unten :-)

Mein Flug von Cedar Rapids, Iowa, nach Phoenix, Arizona (via Chicago) war gebucht für Samstag, 22.Dezember 07. Am Abend vorher hatten wir gross Abschied gefeiert. Wegen wilden Schneestürmen wurde mein Flug annuliert und ich konnte wieder nach Hause fahren. Mein 2.Flug für Sonntag Morgen wurde in der Nacht annuliert, zusammen mit Flügen anderer Studenten. Plötzlich sassen wir alle am Computer und am Telefon und versuchten nur noch, vor Weihnachten an unsere Ziele zu gelangen. Viele meiner europäischen Freunde hatten ihr Auslandsemester vorbei und wollten nach Hause zurück. So sassen wir am Sonntag alle zusammen, unfreiwillig noch ein paar Tage länger beieinander... Ich habe mich von einigen mindestens 4mal verabschiedet - am Schluss sagten wir nur noch: Und ich will dich nicht mehr sehen!!

Ich fuhr am Sonntag Abend wieder nach Cedar Rapids, und immer per Taxi (ca. 30Fr.). Einchecken dauerte 5 Stunden... Ja!! Unglaubliches Chaos, einige Leute sassen mehrere Tage am Flughafen fest (und Cedar Rapids ist klein, keine 24h-Restaurants oder so!!), alle wollten zu Weihnachten zu Hause oder bei Verwandten sein... Am Gate warteten wir noch mal etwa eine Stunde, bis es dann um 23 Uhr hiess, heute ginge kein Flieger mehr raus. 3.Flug canceled. Na ja, mir ging es nicht mehr so gut... Ich MUSSTE am nächsten Morgen in Chicago meinen Flug erwischen. Hannes wartete seit Samstag Mittag im Hotel in Phoenix... Ich war verzweifelt!

Aber, wer hätte das gedacht, manchmal hat man einfach "Glück". Plötzlich waren da drei junge Leute, die ein Auto mieten wollten. Klar schloss ich mich an, was hatte ich zu verlieren... Leider musste ich meine Mit-Warterin zurück lassen, da sie ihr Gepäck in den Tonnen wieder ausgeladener Koffer suchen musste. Da ich mein Gepäck schon am Samstag eingecheckt hatte, war das schon irgendwo unterwegs und ich musste/konnte mich Gott sei Dank nicht darum kümmern. Jedenfalls fanden wir noch einen etwas älteren Herrn aus New York, so dass wir uns zu fünft auf den Weg nach Chicago machten. Die Schneeverhältnisse waren prekär, die Sicht miserabel, die Autos lagen in den Strassengräben wie im Sommer tote Waschbären (=viel!). Der Herr aus NY bekam Angst, stieg nach 1/2h aus, wünschte uns viel Glück und drückte uns eine $100-Note in die Hand... da wurde mir schon ein bisschen mulmig zumute.

Wir kamen dank unserer vorsichtigen Fahrerin aber nach etwa 5h heil in Chicago an. Ich fand ein paar deutsche Freunde, die per Taxi gekommen waren (und statt meinen $45 etwa $150 zahlten...), und verbrachte etwa 2h mit ihnen und einem Frühstück. Mein Flug nach Phoenix hatte auch noch Verspätung, aber nach diesem Abenteuer war ich einfach froh, am Montag Nachmittag, 24.Dez., endlich total kaputt in Phoenix anzukommen.

Einige meiner Freunde hatten es übrigens noch rechtzeitig zu Weihnachten geschafft, ein paar andere immerhin zum 25.; ich bin aber sicher, niemand wird das so schnell vergessen...

Joo Yuen hat gerade gesehen, wie viel ich geschrieben habe. Sie meint, wenn ich weiterhin so detailliert schreibe, werde ich ja nie fertig... Ich fass also zusammen: :-D

In Phoenix traf ich also Hannes. Wir verbrachten Weihnachten in eher unweihnächtlicher Stimmung, d.h. einem total verlassenen Phoenix. Wahrscheinlich lag es auch an der Wärme und dem fehlenden Schnee. Nach ca. 2 Tagen fuhren wir Richtung Norden und in die Höhe, nach Flagstaff. Von dort gings am nächsten Tag zum Grand Canyon, was ziemlich beeindruckend war. Allerdings sehr touristisch. Weiter fuhren wir mit Hannes' weissem Honda nach Las Vegas, was allerdings einige Nerven kostete - Stau vor dem Hoover Dam, und es ging auf und ab! Ich war froh, Hannes (wie üblich) das Steuer übergeben zu können...

Nun, Las Vegas bot ein cooles Hostel, aber keine map. Wir irrten durch die eisige Kälte und als wir den "Strip" (DIE Strasse) endlich fanden, war meine Laune ziemlich gesunken. Wir wärmten uns in einem Casino auf und konnten so etwas vom Las-Vegas-Spirit aufsaugen. Am nächsten Tag fuhren wir nochmals durch, um etwas mehr zu sehen. Unglaublich, aber nicht schön, fand ich. Viel besser gefielen mir die folgenden Tage durch die endlose Weite, Berge und Täler Kaliforniens. Besonders gut gefiel es mir im Death Valley. Leer und allein, und ein komisches Gefühl, 100m unter dem Meeresspiegel zu sein.

Ein kleines Abenteuer gab es dann um den Yosemite National Park. Wir hatten dort eine Nacht gebucht und fuhren fröhlich drauflos. Dummerweise fanden wir zu spät heraus, dass die Strasse durch den Park im Winter gesperrt ist. Wir beschlossen, rundherum zu fahren. Erster Pass geschlossen, zweiter Pass geschlossen, dritter Pass geschlossen. Als wir im Hostel anriefen, erfuhren wir, dass die Reservation nie bei ihnen angekommen ist... So gings weiter Richtung Norden zum Lake Tahoe (Ostkalifornien, etwas nördlicher als San Francisco). Viel zu sehen ausser Schnee gab es dort aber nicht, dann gerieten wir erst noch in einen Schneesturm (zugegeben, ich schlief ein). Am nächsten Tag waren wir in Sacramento, der Hauptstadt Californias, die uns ziemlich gut gefiel (shame on my guide- nichts davon im Reiseführer!). Dann, am Sonntag Abend erreichten einen oder vielleicht den Höhepunkt unserer Reise: SAN FRANCISCO!!

Wir rutschten dort ins 2008 und blieben einige Tage, da es uns so gut gefiel. Eine sehr charmante Stadt für amerikanische Verhältnisse, sehr viele herzige Häuser und Strässchen und Plätze und Abwechslung. Seit ich als Kind ein Bild von den steilen Strassen mit den berühmten cable cars gesehen hatte, wollte ich das immer schon erleben. Die Golden Gate Bridge ist länger als man denkt und auch sonst wird es einem nicht langweilig!

Nächstes Ziel: Westküste runter nach Los Angeles, auf der California Highway 1. Eine absolut fabelhafte Strecke. Pacific Ocean for the first time in my life. Links die Berge und rechts das Meer, die Buchten, die Wellen. Leider begann es ein bisschen zu regnen. Wir übernachteten in San Simeon, im Wissen, dass uns der Sturm wohl einholen würde. Der nächste Tag bestand nur noch aus Scheibenwischern. Schadeschade. Es war trotzdem schön. Wann sieht man schon mal ein verregnetes Santa Barbara?! Der erste Abend in Los Angeles war auch total nass und das Corona (mexikanisches Bier) sehr teuer. Der nächste Tag sah aber schon spannender aus und wir besichtigten den Walk of Fame in Hollywood - diese vielen Sterne gaben Nackenschmerzen ;-) Ein bisschen Beverly Hills und Downtown und Museen, das wars auch schon. 2 oder 3 Tage und wir hatten genug, nach San Francisco wollten wir nichts anderes mehr... den letzten Tag verbrachten wir noch im Disneyworld (da muss man ja fast mal hin), dann ging es zurück nach Tucson, Arizona. Wir hatten ein bisschen genug vom Autofahren und Herumreisen.

In Tucson verbrachten wir noch eine wunderschöne Woche mit wunderschönem Wetter und wunderschönen Ausflügen: Campus der University of Arizona, Mount Lemmon, Saguaro National Park, sonstige Wanderungen oder Spaziergänge downtown. Ich habe es sehr genossen, endlich wieder einmal Berge zu sehen und erleben. Sehr eindrücklich war es für mich, die Wüsten-Trockenheit einmal selber zu erleben. Und dabei war es Winter, d.h. "nur" so um die 20-25 Grad Celsius... (Im Sommer ist es um die 40 Grad).

Wer mir nun noch nicht glaubt, dass mir diese 3 Wochen sehr gut getan haben, sollte sich bitte die Fotos anschauen und sich bei allfälligen Reklamationen melden!
Wenn ihr auf das Foto klickt, kommt ihr auf eine neue Seite: Picasa. Dort habe ich mein Album erstellt. Man kann auch eine Diaschau öffnen. Die Bilder sind übrigens kommentiert!
Road Trip