Dienstag, 25. März 2008

Spring Break

Ja, gute Frage, weshalb schreibe ich immer noch in Deutsch? Ich muss zugeben, dass ich im Mündlichen nämlich schon gewisse Probleme habe. When mir jemand am Telefon etwas erzählt, werfe ich plötzlich ein "oh, really?" ein, or es passiert mir, dass ich eine englische Struktur verwenden will, but meistens ist das noch lustig.
Ja, jetzt wo ich sogar mit meinem boyfriend English spreche, weiss ich wirklich nicht, weshalb ich meinen Blog immer noch deutsch führe. Oh ja, da muss ich doch gleich noch hinzufügen, dass ich auch mit den Deutschen sowohl letztes Semester als auch dieses immer English gesprochen habe. Sogar jetzt, wenn ich mit Verena (A) telefoniere, machen wir das auf English.
Nein, also es bleibt deutsch. Erstens mal möchte ich nicht so mit meinem English angeben (haha, also ehrlich gesagt, mich blossstellen - ich könnte wohl einen separaten Eintrag übers English lernen/können oder eben noch nicht, schreiben, aber schliesslich geht es hier wie gesagt um meine Frühlingsferien, siehe Titel). Kurz und gut, ich möchte mit meinem Blog einfach nicht nur diejenigen "unterhalten", welche die Chance hatten, English zu lernen. Ausserdem habe ich in Deutsch angefangen und ja. Ordnung muss sein, nicht? Nur noch eines: ein bisschen Abwechslung in diesem englischen, sorry, amerikanischen Alltag muss schon sein - also wirklich, wir haben es in der Schweiz so gut! Ein bisschen Zugfahren und da hört man französisch. Oder italienisch. Oder irgendeinen tollen Dialekt (sei das nun deutschländisch (absichtlich nicht deutsch, denn deutsch sprechen wir ja alle, und die Deutschen nicht besser als wir, nur anders - sorry, germanistisch-patriotische Einlage), österreichisch, liechtensteinisch, oder schweizerisch).

Hmmmm. Eigentlich wollte ich ja vom spring break erzählen. :-D

Also. Samstag Nachmittag:
Ich laufe so ein bisschen in Iowa City herum, da die Busse nicht fahren, und wo ich da zufällig an der Greyhound Bus Station vorbeikomme, steigt da gerade ein Bekannter aus. Er ist ziemlich müde von einer 36h Busfahrt (kein Wunder...).
Ich beschliesse, ihn mitzunehmen (pssst, in den Dorms sind eigentlich keine Gäste erlaubt). Er macht dann Bekanntschaft mit meiner japanischen Freundin Akiko, die uns zum Pudding einlädt und dann mit uns Billard spielt. Akiko hört auf seine Ratschläge,...

...hingegen meine Methoden sind nicht sehr geschätzt (leider auch nicht sehr effektiv)...
Am Sonntag laufen wir kreuz und quer durch Iowa City, d.h. mehr oder weniger Campus und downtown. Hier sieht man noch die Schneeresten in der Ped Mall (ein bisschen was wie Fussgängerzone).


Tja, und jetzt kommts: Unser Ziel war eigentlich, am Montag Morgen um 7am in Chicago zu sein. Natürlich stehen wir schön brav um 2am (in der Nacht) an der Greyhound Station, um auf den Bus zu warten. Natürlich haben wir ein Ticket. Natürlich sind da noch andere Leute. Der Bus kommt, etwa 3 Leute steigen ein, dann schliesst der Fahrer die Türen, sagt, der Bus sei voll und der nächste fahre um 10:45am Montag Morgen. Ziemlich fassungslos wir ca. 8 Zurückgelassenen, unter anderem ein Freund aus Kolumbien, der in Chicago einen Flug nach New York erwischen wollte. Oh, ich muss vielleicht noch erwähnen, dass das Geld nicht zurück erstattet wird. Als ich das viel günstigere "Non-refundable" gewählt hatte, wusste ich nicht, dass die Greyhoundies mehr Tickets verkaufen können, als sie Sitze haben...

Tja, so gabs 4h Schlaf in Mayflower, dann früh auf und ein Auto gemietet. Wir wollten das Risiko eines übervollen Busses nicht nochmals eingehen und konnten so ausserdem schon etwas früher in Chicago sein. Die Fahrt inkl. Mittagspause dauerte ca. 4.5h.

So schön ist Illinois (auch nicht so viel anders als Iowa, finde ich) ;-)

Die Schulbusse sind also echt...
Finally, Chicago!! Let's go to the Sears Tower! Hm, eher unfreiwillig, da ich schon Tickets gekauft hatte online, um nicht anstehen zu müssen. Was wir dann sowieso nicht mussten... siehe nächstes Bild...

Jawohl! Das ist die Aussicht vom dritthöchsten Turm der Welt bei Nebel, Wolken und Regen!! Naja...

Montag und Dienstag waren nicht gerade einladend sonnig und warm...
Am Dienstag Mittag gabs die in Chicago berühmte "stuffed pizza": wir hatten zu zweit etwa 20cm Durchmesser und schafften nur 3/4... ein bisschen Boden, ein bisschen Tomaten, und dazwischen ca. 3cm Käse!! Verdauung gabs dann im Museum of Contemporary Art...
Am Abend machten wir eine Jazz Bar unsicher! Es war echt cool, den drei ältere African-Americans (Drums, Guitar and Organ)zuzuhören. In einer Pause, ca. Mitternacht, ging der Strom aus (im ganzen Quartier). Die Band konnte nicht weiterspielen, jedoch der Orgelspieler (übrigens blind) setzte sich ans Bar-Piano und fing an, herumzuklimpern. Von klassisch bis jazzig, teilweise spielte der Schlagzeuger ein bisschen mit, einfach der Hammer! Total improvisiert. Leider musste die Bar ca. um 1 Uhr schliessen, da noch kein Strom in Sicht war.
Am Mittwoch war endlich schönes Wetter! Sehr windig, aber die Sonne schien. Wir liefen dem Ufer entlang bis zum Navy Pier. Links der Michigansee, rechts die Skyscrapers...
...die übrigens sehr eindrücklich sind. Chicago ist wohl die amerikanischste Stadt (hab ich mir sagen lassen und kann es soweit bestätigen), und gefällt mir (mit Ausnahme von San Francisco) absolut am besten. Nun ja, New York und die anderen Ostküstler habe ich noch nicht gesehen, deshalb mal mit Vorbehalt.
Der Navy Pier war eher verlassen. Der Kaffee in Starbucks weit teurer als überall sonst in Chicago und die Muffins unessbar. Wir haben dafür in der Nähe unseres Hostels (ca. Lincoln Park, Norden) eine österreichische Bäckerei gefunden, mit richtigem Brot und herrlichen Muffins. Das so nebenbei (irgendwo muss ich das einfach noch hinzufügen, da ich kein Foto davon habe)...

The Bean im Millennium Park. Spieglein Spieglein an der Wand, wer ist der grösste Wolkenkratzer im ganzen Land?
Am Dienstag hatten wir im Water Tower einen Italiener getroffen, der uns einen Gratistipp gab: Statt die $12 fürs Observatory im Hancock Center zu zahlen, sollen wir einfach in den 96.Stock fahren und dort in die Bar!
Nun ja, die Bar war sehr teuer und so habe ich die Fotos einfach auf der Damentoilette geschossen :-D. Die Gentlemen hatten kein Fenster...

Das Restaurant, halber Stock tiefer als die Bar, sah sehr sehr exklusiv aus. Die Aussicht jedoch herrlich!! Im Hintergrund der Navy Pier.
Wir erwischten auf der Fullerton Avenue noch einen wunderschönen Sonnenuntergang, bevor es zur Greyhound Station und somit wieder zurück nach Iowa City ging. Diesmal hatten wir Glück und Sitz.



Am Donnerstag Abend fuhr Hannes wieder zurück in den warmen Südwesten. Ich verbrachte die Ostertage hier, mit Faulenzen, Lesen, Kochen, Ostergottesdienst, Freunde treffen, telefonieren und spazieren gehen. Ostermontag ist hier kein Feiertag, weshalb wir gestern wieder angefangen hatten. Mit wunderschön sonnigem Wetter, leider auch einem kleinen Zwischenfall:

Am Montag Morgen hiess es, es sei ein "active shooter" unterwegs. Im Theatre Building, wo ich in einen Kurs hatte, erwartete mich ein Mann, der uns sofort in den Keller führte. Einige telefonierten ihren Eltern, andere erzählten, die Wohnheime seien geschlossen, eine erhielt ein Mail "Do not go to class". Mir wurde schon ziemlich komisch zumute. Beinahe panikartig, nervös, die ganze Stimmung. Der Mann kam dann wieder nach einer Weile und sagte, wir seien frei zu gehen, unsere Instruktoren kämen eher nicht und es sei ziemlich chaotisch. Wir hatten keine Ahnung, was genau los war. Aber nach dem Shooting in der Northwestern Uni (Chicago) vor ein paar Wochen war es kein Wunder, dass alle geschockt waren.
Nun ja, nach einem Zwischenstopp in Mayflower und einem Email, dass die Polizei nach einem weissen Toyota suche, der Mann aber nicht den Campus bedrohe und die Klassen normal stattfinden würden, ging ich dann in den nächsten Kurs. Es kam dann später heraus, dass ein Familienvater am Morgen allem Anschein nach seine Frau und 4 Kinder umgebracht hatte und dann mit dem Auto davon gefahren, aber auf der Autobahn verunfallt sei. Durch ein paar Fehlinformationen und Misskommunikationen war also die ganze Angstmacherei entstanden... Wahrscheinlich dachte die Polizei (oder Uni), dass der Mann verrückt werden könnte und auf dem Campus herumschiessen würde, naja. Ich war jedenfalls froh, als die ganze Aufregung vorbei war.

Nun haben also die letzten 8 Wochen hier begonnen. Wir können es kaum fassen und versuchen, möglichst nicht daran zu denken... Die Zeit wird schnell vergehen, jetzt, wo endlich der Frühling im Anmarsch ist (heute hatten wir Rekord: 15°C!!), der Schnee weg ist, und ganz viele Papers, Presentations, Exams und sonstiges anstehen...

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

MTVawards 2010

Guten Tag

Wir stimmen wieder absolut nicht überein mit der diesjährigen mtv 2010awards Entscheidung.

Bitte wählt auf unsere kleine Abstimmung

http://micropoll.com/t/KEcJnZBNrh


Lady Gaga kann doch wirklich nicht besser sein als Madonna

Diese Umfrage wird unterstützt von MTVawards 2010 sponsor femmestyle
[url=http://www.femmestyle.de]brustvergrößerung plastische Chirurgie[/url]


Die nächste Verleihung 2011 muss wieder unbedingt gerechter werden.