Mittwoch, 30. April 2008

April April - vergeht so schnell wie er will


Inzwischen ist der April schon zu Ende und ich stelle fest, dass mein letzter Eintrag schon eine ganze Weile her ist. Ich muss zugeben, dass ich mehr Zeit sonstwo als in Iowa verbracht habe und deshalb die wenige Zeit hier für Hausaufgaben nutzen musste.


Mitte April bekam ich Besuch aus der Schweiz: Meine Cousine Mirjam beschloss, ihre Ferien bei mir zu verbringen, was mich natürlich riesig gefreut hat!

Sie wurde von meinen Freunden hervorragend aufgenommen und wir hatten Spass :-D

Das Wetter war anfangs nicht so toll, aber wir gingen trotzdem ice cream essen. Mmmh. Naja, die kleinste Portion war schon zuviel für uns, ich sag ja, American size...

Wir verbrachten die Zeit mit Spazieren, Old Capitol Museum, einem Besuch in ein "Haunted House" (Geisterhaus) oder dem schon legendären Iowaopoly.
Natürlich durfte auch ein Besuch in Burge, unserer Mensa, nicht fehlen, und Mimi freute sich mit Akiko (die ihrerseits Freude an Mirjam hatte) über die Waffel.
Die letzten 2 Tage brachten dann auch noch etwas Sonnenschein, so dass wir sogar ein bisschen Frisbee im Park spielen konnten. Okay, es war sehr windig, aber Spass hatten wir trotzdem.




Am gleichen Tag, als Mimi nach Chicago (und später zurück in die Schweiz) fuhr, ging es für mich in einem Minivan quer durch Iowa, Illinois, Indiana und entlang dem Michigansee nach Grand Rapids, Michigan (ca. 8h). Ich nahm mit meiner japanischen Freundin Sachiyo (und ein paar anderen aus Iowa) am "Festival of Faith and Writing" teil.
Es war eine Riesenkonferenz mit vielen verschiedenen Leuten aus aller Welt. Während den 3 Tagen gab es unzählige Sessionen mit verschiedenen Autoren, Editoren, Publisher, Journalisten, Playwrights. Wir konnten jeweils zwischen etwa 10 verschiedenen Sachen auswählen, und das etwa 8x am Tag. Alles hatte entweder mit Glauben (v.a. Christentum) und/oder Schreiben zu tun. Die meisten Vorträge/Interviews/Lesungen waren spannend und interessant - eine Autorin erzählte von ihrer Kindheit in Nigeria mit einem islamischen Vater und einer christlichen Mutter, eine britische Editorin (Verfasserin?!) gab Tipps fürs Schreiben und Editieren, 3 Kinderbuchautorinnen diskutierten über den Sinn und Inhalt von Kinderbüchern, ein Journalist erzählte von der Umwandlung seiner Indienreise in einen Roman, usw... Zweimal sahen wir am Abend einen Film und einmal ein Theater - es war also für "Unterhaltung" gesorgt. Manchmal wurde es mir aber auch zuviel und ich setzte eine Runde aus - Hirnverdauung. Zudem war so schönes Wetter...


Wir übernachteten in einem Community House und kochten/assen als Gruppe auch oft zusammen. Wir waren sehr gemischt: einige Studenten, eine junge Mutter mit ihrem Sohn, eine ältere Mutter ohne Kinder, und unser Organisator Ed, der Pastor hier in Iowa City ist.

Nach dem langen Winter in Iowa waren wir sehr erfreut, endlich Blumen zu sehen. Es war wunderschön sonnig und warm, das erste Mal dieses Jahr. Manche Pausen verbrachten wir im Gras, mit Sonnenbrille und kurzen Hosen...



So by the way habe ich noch mein Traumauto gefunden... ;-) Ich freue mich aber trotzdem wie wahnsinnig auf die Schweizer Eisenbahn!




Nun, ich glaube, ich schliesse den ersten Eintrag hier mal ab. Mein erster Ausflug ins Ausland seit letztem Sommer folgt sogleich :-D


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